Klimapositive Kommunikation bei Klim

Klimakommunikation - stay positive

Knapp 13.000 Menschen sind mittlerweile Teil der Klim Community auf Instagram und folgen unserem Channel, um keine Infos zur klimapositiven Landwirtschaft, saisonalen Lebensmitteln und Neuigkeiten im Klimaschutz zu verpassen. Diese überwältigende Zahl wollen wir zum Anlass nehmen, um einen Einblick in den Verlauf unserer bisherigen Kommunikationsarbeit zu geben. Wie sind wir so weit gekommen und was ist eigentlich unsere Art der Kommunikation? 

Erschreckende Zahlen, schockierende Bilder und Videos, tickende Uhren oder im schlimmsten Fall passives Schweigen. Größtenteils ist das der Status Quo der Klimakommunikation. Bei Klim fahren wir eine andere Strategie. Wir wollen zwar auch aufklären und informieren, vor allem möchten wir aber Lösungen und Ansätze für komplexe Themen aufzuzeigen, um damit Menschen zu mobilisieren, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Dabei stellen wir eine positive Einstellung und einen positiven Tone of Voice in den Vordergrund, denn das beeinflusst, wie unsere Follower sowohl das Problem als auch die Lösungen wahrnehmen und darüber denken. 

Wie wir mit positiver Klimakommunikation komplexe Themen zur Popkultur machen

Klimawandel, Nachhaltigkeit aber auch Regenerative Landwirtschaft sind komplexe Themen. Dennoch benötigen sie unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Nicht nur die Art und Weise Nachrichten zu konsumieren hat sich verändert, auch die Fülle an News die uns tagtäglich erreicht, scheint durch die Verlagerung in das Digitale nie abzubrechen. 

Gerade hier wird es tricky: wie können wir es schaffen, die Komplexität dieser Themen einfach aufzuarbeiten, trotzdem alle Fakten transparent darzulegen und durch konkrete, erreichbare Call to Actions zum Aktionismus motivieren? 

Wir haben uns also gefragt, welche Botschaften wollen wir vermitteln. Wollen wir Verzweiflung und Unausweichlichkeit in den Vordergrund stellen oder lieber Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten? 

Wie schon O’Neill und Nicholson-Cole 2009 in ihrem Journalartikel “Fear Won’t Do It”: Promoting Positive Engagement With Climate Change Through Visual and Iconic Representations bemerkten, das Hauptproblem mit Negativ-Kampagnen in der Klimakommunikation (wir alle kennen die Bilder von Schildkröten mit Strohhalmen in der Nase) besteht darin, dass sie zwar Aufmerksamkeit erregen, aber oft nicht zum Handeln bewegen. (Science Communication, 30(3), p. 355–379. https://doi.org/10.1177/1075547008329201)

Hoffnung dagegen ist eines der mächtigsten Instrumente, um Menschen zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, auch durch Markenkommunikation eine hoffnungsvolle Zukunftsvision zu schaffen und Fortschritte zu teilen. Denn für eine Zukunft, in der die Landwirtschaft ein Teil der Klimalösung ist und Landwirt:innen gemeinsam mit Verbraucher:innen zu einem gesünderen Planeten beitragen, brauchen wir zielorientierte, positive Kommunikation, die nicht einschüchternd, sondern motivierend ist. Genau das schaffen wir mit unserer klimapositiven Bewegung! 

Wie die Klim Bewegung entstanden ist 

Wir haben mit unserer Communication Magician Maja gesprochen und sie nach ihren bisherigen Erfahrungen und Erfolgen gefragt. Maja ist seit Anfang an bei Klim dabei und hat sowohl die Marke als auch die Online Community mit aufgebaut. 

Wie sind wir vorab an das Thema herangegangen? Warum klimapositive Kommunikation? 

Von Anfang an war uns klar, dass wir uns bei Klim als positive Kraft im Kampf gegen die Klimakrise positionieren. Und das haben wir uns nichtmal wirklich ausgesucht. Mit Regenerativer Landwirtschaft, bzw. klimapositiver Landwirtschaft wie wir es gerne vereinfacht nennen, als Kern, mussten wir gar nicht viel überlegen. Positivität zieht sich wie ein roter Faden durch alles was wir tun. 

Mit Klim machen wir eine klimapositive Landwirtschaft möglich und verändern das Lebensmittelsystem - mit negativen Vibes scheint es uns unmöglich, das rüber zu bringen. 

Was waren Rückschläge, was hat uns bestärkt?

Wir sind am Beginn einer großen Bewegung. Das ist cool. Aber viele Menschen haben Regenerative Landwirtschaft im Kern noch nicht verstanden. 

Wir hatten als Gesellschaft immer das Privileg, die Lebensmittelversorgung einigen Wenigen zu überlassen - den Landwirt:innen. Jetzt, wo Landwirtschaft ein riesiges Thema im Kampf gegen die Klimakrise ist, geht sie uns alle was an. Naja, eigentlich ging es uns schon immer etwas an, wie unsere Nahrungsmittel angebaut werden und was das für uns alle bedeutet, wir hatten nur den Luxus, es für ein paar Jahrzehnte zu vergessen. Diese Veränderung zu kommunizieren, ohne Frustration und Widerstand hervorzurufen ist nicht leicht und zählt sicher zu den Herausforderungen unseres Alltags. 

Uns bestärkt natürlich die Vision die wir haben und der Gedanke an eine Zukunft, in der Verbraucher:innen, Landwirt:innen und Unternehmen gemeinsam verantwortungsvoll mit unserem wertvollen Boden umgehen. Wir möchten unseren Einfluss nutzen, um das Lebensmittelsystem vom Feld bis zum Teller regenerativ zu gestalten.

3 Tipps für effektive Klimakommunikation

1. Eine gute Basis haben


I hate to break it to you, aber nicht alles was grün scheint, ist auch grün. Wer kein Fundament für Klima-Claims hat, keine wissenschaftlich fundierten Proof Points vorlegen kann und keine realistische, klimafreundliche Unternehmensvision hat, sollte ein paar Schritte zurückgehen und erstmal eine gute Basis in Form von tatsächlichen, strategischen und ernstgemeinten CSR Initiativen bauen. Steht das, fällt es auch leicht, darüber zu kommunizieren.

2. Fokus bewahren - You can’t do it all


Nachhaltigkeit umfasst so ungefähr jeden Bereich - von Kreislaufwirtschaft über klimapositiv, zu Social Impact und Reduktion der Scope 1 - 3 Emissionen. Und obwohl man sich im Sinne der Corporate Social Responsibility all diesen Bereichen widmen sollte, ist es wichtig, jedem Thema seinen eigenen Platz zu geben - in der Strategie wie auch in der Kommunikation.
Wir verirren uns auch mal zwischen Wasserspeicherfähigkeit, Landwirtwohl, Bodenfruchtbarkeit, Förderung der Artenvielfalt und langlebigen Wurzeln. Wichtig dabei ist, Bereiche zu definieren, die besonders relevant für eure Zielgruppe sind. Wenn es um Klimakommunikation geht, sollte man sich kurz und gezielt halten, um effektiv zu sein.

3. Regelmäßig Informationsstand der Zielgruppe checken


Besonders Social Media macht’s uns leicht, Marktforschung in der light Version zu betreiben. Klimastrategien sind in ihrer Natur komplex - das sollen sie auch sein. Die Kommunikation darüber, vor allem an Endkonsument:innen, sollte allerdings einfach sein. Und um sie einfach zu gestalten, muss sie an den Wissensstand der Adressat:innen angepasst sein. Wissen eure Follower:innen über den Missstand, den ihr angeht, Bescheid? Könnt ihr schon über Details eures Klimaplans sprechen oder ist Nachhaltigkeit ein ganz neues Thema in eurer Unternehmenskommunikation?
Ein paar simple Fragen, Stimmungsbarometer und “offene Fragen Widgets” in interaktiven Formaten helfen euch, ein gutes Bild vom Wissensstand eurer Zielgruppe zu bekommen, um dann die richtigen Kampagnen zu planen und den richtigen Ton zu treffen.

Fazit

Seit 1,5 Jahren arbeitet unser Team daran, Aufmerksamkeit zu schaffen und Verbraucher:innen und Landwirt:innen näher zusammenzubringen. Wir wollen Brücken bauen und fokussieren uns dabei auf klimapositive Kommunikation. Damit werben wir für Optimismus, denn mit Regenerativer Landwirtschaft sind wir auf dem besten Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft, und es ist uns unglaublich wichtig, dies in unserer Botschaft zum Ausdruck zu bringen.

Daniela Unsin

Als Marketing und Partner Managerin bei Klim überblickt Dani alle Bereiche, die die Rolle von Regenerativer Landwirtschaft für Unternehmen angeht. Ihre Expertise reicht von der Beratung zur richtigen Strategie für Partner bis zur Kommunikation über regenerative Maßnahmen. Mit der Verbundenheit zur Landwirtschaft, durch ihre Kindheit auf einem eignen Betrieb, weiß sie auch welche Bedeutung die Umstellung auf Regenerative Landwirtschaft für Landwirt:innen bedeutet.

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